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Medical Structural Audit
 

Wenn strukturelle Reibung in den Körper geht.

Das Medical Structural Audit ist die ärztlich-diagnostische Erweiterung des Leadership Workload Check. Es kommt zum Einsatz, wenn der LWC-Befund auf eine fortgeschrittene Konstellation hindeutet — wenn die strukturelle Belastung körperliche oder psychische Spuren hinterlassen hat.

Gesunde Strukturen. Starke Führungskräfte.

Wann kommt das MSA zum Einsatz?

Das MSA wird nicht spontan eingesetzt. Es kommt zum Zug, wenn der LWC-Befund auf eine fortgeschrittene Konstellation hindeutet — typischerweise dann, wenn die Outcome-Werte in einen Bereich gerutscht sind, in dem die körperliche oder psychische Substanz angegriffen sein könnte.

  • LWC-Outcomes auffällig: Erschöpfung & Disengagement oder Work-Non-Work-Spillover deuten auf gesundheitliche Folgen hin.

  • Somatische Symptome im Umfeld: Schlafstörungen, erhöhter Blutdruck, diffuse Erschöpfung, wiederkehrende Infekte — gehäuft, nicht einzeln.

  • Mehrfachsignal: Mehrere Führungskräfte auf vergleichbaren Stellen zeigen ähnliche körperliche Muster.

  • Strukturelle Reibung über längere Zeit: Wenn der LWC-Befund zeigt, dass die Belastung seit Monaten oder Jahren wirkt und keine ausreichende Pufferung mehr stattfindet.

! Die ärztliche Schweigepflicht gegenüber der untersuchten Person bleibt vollumfänglich gewahrt; die Organisation erhält ausschliesslich aggregierte und anonymisierte Befunde.

Was das MSA nicht ist

Eine seriöse Beschreibung des Instruments verlangt die Klärung seiner Grenzen.

  • Keine Behandlung. Das MSA liefert Befunde, keine Therapieempfehlungen. Wenn Therapiebedarf besteht, wird er an die behandelnde Ärztin oder den behandelnden Arzt weitergegeben.

  • Keine arbeitsmedizinische Begutachtung. Es geht nicht um eine Arbeitsfähigkeitsbeurteilung im versicherungsrechtlichen Sinne, sondern um eine diagnostische Erweiterung des LWC-Befundes.

  • Keine Massenanwendung. Das MSA ist ein Instrument für die Vertiefungsphase, nicht für die Erstdiagnostik. Es kommt selektiv zum Einsatz, bei klarer Indikation.

  • Keine eigenständige Beratungslinie. Das MSA ergänzt den LWC — es ersetzt ihn nicht und steht nicht parallel zu ihm.

Dr. Gioia Braun-Meyre

Biologische Risiken erkennen – Strukturelle Gesundheit verankern

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Wir identifizieren Arbeitsprozesse, die chronische Stressreaktionen triggern, die kognitive Leistungsfähigkeit mindern, die Regeneration behindern und Fehlentscheidungen biologisch begünstigen.​​​

Manchmal reicht es nicht, nur zu wissen, wo die Arbeitslast hoch ist – man muss verstehen, wie sie auf Körper und Geist wirkt.

Der MSA ergänzt den LWC um eine medizinische Perspektive: Er identifiziert Arbeitsprozesse, die chronische Stressreaktionen triggern, kognitive Leistung mindern und Fehlentscheidungen biologisch begünstigen.

 

Strukturelle Reibung ist ein chronischer Stressor. Wenn z. B.  Verantwortlichkeiten und Handlungsspielräume dauerhaft auseinanderklaffen (die klassische „Decision Latitude“-Lücke), reagiert das biologische System Mensch mit Erschöpfung.

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